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Sonntag, 7. April 2019 - 16:25

„Leichtigkeit ist Tagesarbeit“

Holger John - Foto Thiel PR
Galerist & Künstler Holger John
Foto: Thiel PR

Eigentlich sollte es die Galerie Holger John nur eine Nacht geben. Mittlerweile sind es schon fünf Jahre. Aus dem Barockviertel ist sie nicht mehr wegzudenken.

„Ich weiß noch nicht, wo die Reise hingeht. Eigentlich will ich jeden Tag schließen“. Holger John hadert in seiner Galerie in der Rähnitzgasse mit seinem Schicksal. „Ich komme kaum noch zum Zeichnen. Aber ich kann und will das nicht aufgeben.“ Der Strom an Besuchern reist nur selten ab. Bilder werden betrachtet, Plakate, Postkarten, CDs erworben. Die letztjährige Ausstellung „Verbotene Lust“ mit Bildern der Schauspielerin und Sängerin Eva-Maria Hagen war schon ein Besuchermagnet. Mit der Ausstellung „Die Unbegabten“ hat er das aber locker getoppt. Namhafte Künstler wie Andy Warhol, Jeff Koons, Roy Lichtenstein oder Keith Haring waren da zu sehen.

Johns Schicksal ist es, Grenzgänger zu sein. Eigentlich ist er Grafiker und Maler. Daneben konzipiert er schon seit Studententagen Veranstaltungen und Ausstellungen. Und seit Dezember 2013 ist er nun auch noch Galerist. Geplant war die Galerie Holger John als „Galerie für eine Nacht“, eine einmalige Aktion für die Nacht der Galerien im Barockviertel. Holger John zeigte eigene Werke. 800 Besucher kamen. „Das muss man weitermachen“, beschloss der Künstler. Vier Jahre und 42 Ausstellungen später ist die Galerie eine Institution. „Wir sind Galerie, Kunsthalle, Museum, Bildungswerk, Showroom, Atelier, Künstlertreff, therapeutische Einrichtung“, scherzt der 58-jährige.

Immer wieder gelingen echte Publikumsmagneten. Für die Ausstellung mit Werken des Rammstein-Sängers Till Lindemann kommen Gäste eigens aus der halben Welt nach Dresden. Eine Ausstellung über DDR-Kunst Anfang 2018 haben in nur fünf Wochen über 4000 Besucher gesehen. „Davon träumen manche Museen.“ Mit einem Gespür für Themen, schrägen Titeln und einem rasanten Ausstellungswechsel fällt die Galerie aus dem Rahmen. „Ich bin gern laut, spiele gern und ich erzähle mit den Ausstellungen Geschichten“, sagt der gebürtige Havelländer. Aus der Flut der Bilder herausstechen, auch mal provozieren, das mache ihm Spaß. Doch hinter dem, was so einfach aussieht, stecke immer auch viel Mühe. „Leichtigkeit ist Tagesarbeit“, so Holger John. Fakt ist: Ohne diese Leichtigkeit wäre das Barockviertel ärmer.

Wir gratulieren Holger John zum fünfjährigen Jubiläum und hoffen, dass er mit seiner Galerie noch lange „durchhält“. Die nächste LANGE NACHT der Galerien & Museen im Neustädter Barockviertel findet am 10. Mai 2019 statt.