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Pressemitteilungen, News und viele Informationen...


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Mittwoch, 23. Oktober 2019 - 14:35

„Wir möchten, dass diese Stadt strahlt“

Ski WC 18 - Foto Thomas Eisenhuth
Premiere 2018: Sprint-Weltcup in Dresden
Foto: Thomas Eisenhuth

Wenn zwei Fernsehmoderatoren einen internationalen Skiwettkampf in eine Kulturmetropole im Flachland holen, stellen sich viele Fragen. Ein paar durften wir den Machern bei einem Mittagessen in Bülows Bistro stellen.

Frage: Ausverkaufte Ränge, 53 Millionen Fernsehzuschauer, Top-Bewertung durch die Athleten: Die Premiere des FIS Skilanglauf-Sprint-Weltcups in Dresden im Januar 2018 war ein großer Erfolg. Abgesehen von den Zahlen, welche Bilanz zogen Sie damals für sich persönlich?

René Kindermann: Ich habe in meinem Leben schon viele spannende Sachen gemacht, aber das war eine absolut irre Erfahrung. Ich habe vor Aufregung und Nervosität zum ersten Mal schlaflose Nächte erlebt. Der Erwartungsdruck war enorm. Die Stadt, das Land, der Deutsche Skiverband, der Weltverband: Alle haben ganz genau geschaut, was wir machen.

Torsten Püschel: Ich fand faszinierend zu sehen, dass alles so gelaufen ist, wie wir es uns vorgestellt haben: die Veranstaltung, die Medienresonanz, die tollen Bilder von der Stadt, die um die Welt gegangen sind, die Effekte für den Tourismus. Auch das große Interesse am Volunteers-Programm hat mich begeistert. Mehr als 250 junge Menschen haben freiwillig und mit großem Spaß mitgeholfen. Und es wollten sogar noch viel mehr mitmachen.

F: Was waren die emotionalsten Momente?

RK: Als die norwegische Nationalmannschaft tatsächlich in der Hotellobby stand. Das sind ja die Könige des Wintersports! Die Norweger haben das Potenzial dieses Weltcups in Dresden erkannt und ihre besten Sprinter geschickt. Als dann dieser Tross von etwa 80 Leuten die Lobby gefüllt hat, das war schon ein großer Moment.

TP: Ich fand wunderbar, wie der Funke auf die Kinder übergesprungen ist. Es sind zu unserem Winterdorf ja viele Familien gekommen. Und dann am Montag nach dem Wettkampf über 100 Grundschüler zum ‚Schulsport auf Ski‘ mit Langlaufstar Tobias Angerer. Den Kindern hat es riesigen Spaß gemacht, auf der Original-Wettkampfstrecke zu trainieren. Wenn so etwas funktioniert, und du stehst auf weißem Untergrund, die Wintersonne lacht dir ins Gesicht und ringsum leuchtende Kinderaugen … das ist ein perfekter Moment.

F: Ein internationaler Skiwettkampf im milden Dresden. Ist das nicht eine verrückte Idee?

RK: Nur auf den ersten Blick. Auf den Elbwiesen wurde schon immer viel Ski gefahren. Das Interesse am Wintersport in der Stadt ist riesig. Dresden ist nach München und Stuttgart der drittgrößte Entsender von Teilnehmern an deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Nordischen Skisport. Das zeigt das enorme Potenzial, das der Sport hier hat.

F: Sie haben zwei Jahre am Konzept des Weltcups gefeilt. Was ist das Besondere an diesem Weltcup in Dresden?

RK: Zum einen diese Kulisse. Ein Skiwettbewerb mit dieser Silhouette im Hintergrund ist einmalig. Dann die Öffnung der Strecke für den Nachwuchs. Das hat den Weltverband wirklich begeistert.

TP: Hinzu kam das Konzept der kurzen Wege, wie wir es genannt haben. Auch das war neu. Indem wir den Wettbewerb in die Innenstadt bringen, vermeiden wir viel Autoverkehr durch Athleten, Zuschauer und Journalisten. Auch die Transportwege in der Catering- und Eventlogistik werden deutlich kürzer. Die Umweltbilanz ist damit trotz Kunstschneeeinsatz um ein Vielfaches besser als bei einem Wettbewerb in einer abgelegenen Bergregion.

F: Was wird neu 2020?

TP: Erstmals wird es beim Skiweltcup Dresden 2020 am 11. und 12. Januar ein beheiztes Festzelt mit zünftiger Gastronomie und Unterhaltung auf Höhe des Augustusgarten geben. Kids können sich auf einen Rodelberg oberhalb der robotron Ski-Arena freuen. Auf die Großen wartet Schnee-Minigolf und eine Laser-Biathlon-Anlage. Hinzu kommen spannende Selfie- Points wie ein original Bob, der in Vorbereitung auf die Bob- und Skeleton-WM in Altenberg im Februar 2020 zum Einsteigen einlädt. Bereits im Frühjahr hatten die Weltcup-Organisatoren bekannt gegeben, die Strecke auf Wunsch des Internationalen Skiverbands FIS zu verkürzen. Die Ski-Piste findet sich 2020 zwischen Carola- und Augustusbrücke, wird rund 650 Meter lang sein und erneut doppelt gelaufen.

F: Bleibt die Frage nach dem Warum: Sie sind beide etablierte Fernsehleute. Warum diese neue Herausforderung, dieses Risiko auch grandios zu scheitern?

TP: Der Weltcup ist unser Geschenk an die Stadt. Der Oberbürgermeister nannte den Weltcup bei der Eröffnungsrede ein schönes, bürgerschaftliches Engagement. Das hatten wir zwar nie so gesehen, aber das trifft es eigentlich. Ein Millionär könnte einen Kindergarten sponsern. Wir bringen halt Ideen und Kreativität ein, um etwas Gutes zu bewirken. Vielleicht inspiriert das auch andere. Ich denke, nur wenn jeder auf dem Gebiet, auf dem er sehr gut ist, ein bisschen was für die Stadt tut, kann es vorwärts gehen. Die Verwaltung alleine schafft das nicht.

RK: Ja, man kann meckern, oder man macht mal was. Wir möchten, dass diese Stadt strahlt. Wir fühlen uns mit unseren Familien extrem wohl hier. Und jetzt haben wir die Gelegenheit, der Stadt ein bisschen was zurückzugeben.

FIS Skilanglauf Sprint Weltcup Dresden
11.-12. Januar 2020
www.skiweltcup-dresden.de

Wer einmal live dabei sein will, dem empfehlen wir unser Arrangement "SKI-Weltcup in Dresden" mit 2 Übernachtungen, den Tickets für beide Wettkampftage und unserem Afternoon Tea.