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30.06.2011

Mangel an geeigneten Bewerbern: Dresdner Gastgewerbe schlägt Alarm

Immer weniger Schulabgänger bewerben sich auf einen Ausbildungsplatz in Gastronomie und Hotellerie.
Dirk Schröer (Küchenchef Bülow Palais & Residenz), Karin Zimmermann (Leiterin SRH Hotel-Akademie), Uta Janke (Leiterin Berufliches Schulzentrum für Gastgewerbe Dresden), Klaus Brähmig MdB (Vorsitzender des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages), Dirk Schröer (Küchenchef Bülow Palais & Residenz), Karin Zimmermann (Leiterin SRH Hotel-Akademie), Uta Janke (Leiterin Berufliches Schulzentrum für Gastgewerbe Dresden), Klaus Brähmig MdB (Vorsitzender des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages),

Dresden, 30. Juni 2011 – Während der Dresden-Tourismus boomt, fällt es Hotels und Restaurants der Stadt zunehmend schwerer, freie Lehrstellen zu besetzen. Aus diesem Anlass traf sich am vergangenen Freitag der Vorsitzende des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages, Klaus Brähmig MdB, im Hotel Bülow Palais & Residenz Dresden mit Vertretern der Touristikwirtschaft sowie gastgewerblicher Bildungseinrichtungen, um die aktuelle Situation und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Als wichtigstes Anliegen formulierten die Teilnehmer der Diskussionsrunde eine Steigerung der gesellschaftlichen Anerkennung von Berufen in der Gastronomie und Hotellerie. Allein in Sachsen ging laut einer Erhebung der IHK die Zahl der eingetragenen Ausbildungsverträge im Segment „Hotel/Gastro“ im vergangenen Jahr um etwa 14 Prozent zurück, bereits im Jahr zuvor wurden zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen. Jeffrey Pötzsch, der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbandes Dresden e.V. bezeichnete diese Entwicklung als „besorgniserregend“. Ralf Kutzner, Direktor des Hotels Bülow Palais & Residenz bestätigte den Trend mit eigenen Zahlen: Erreichten das renommierte Fünfsternehotel im Jahr 2008 noch etwa 50 Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz, werde es in diesem Jahr erstmalig in der Geschichte des Unternehmens keine neuen Auszubildenden geben. „Nicht aus Mangel an Lehrstellen sondern aus Mangel an Bewerbern“, wie Kutzner betonte. Ein Grund für den Rückgang der Bewerberzahlen sei die demografische Entwicklung, erläuterte Brähmig. Die Zahl der Schüler an sächsischen Schulen habe sich laut Statistik des Sächsischen Landesamtes des Freistaates Sachsen im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte in etwa halbiert – von knapp 800.000 im Schuljahr 1996/1997 auf aktuell nur noch reichlich 400.000. Das wirke sich auch auf die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden aus. Darüber hinaus leide die Branche jedoch auch unter mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung. „Der Dienst am Menschen wird hierzulande noch immer nicht ausreichend honoriert“, erklärte der Tourismuspolitiker. Das Bedienen von Maschinen genieße höheres Ansehen und werde auch besser entlohnt als das Bedienen von Menschen. Dem müssten Politik und Wirtschaft gemeinsam etwas entgegen setzen. Für Kutzner ist jedoch zumindest ein Teil der Schwierigkeiten der Tourismusbranche, ihre Lehrstellen zu besetzten, hausgemacht. Ein Problem seien sich verändernde berufliche Bildungswege. Der Hotelchef verwies auf eine gestiegene Zahl privater Hotelfachschulen. Diese führe dazu, dass immer mehr Menschen Studienabschlüsse wie Bachelor oder Master als Einstiegsqualifikationen für Gastronomie und Hotellerie erwerben. Für immer weniger stehe die klassische Lehre am Anfang ihrer Laufbahn. „Wir haben immer mehr Häuptlinge und immer weniger Indianer“, illustrierte Kutzner das Problem. Er wünscht sich eine Rückbesinnung auf eine fundierte Berufsausbildung als Basis für eine erfolgreiche Karriere. Doch wie kann sich das Gastgewerbe im Wettstreit der Branchen um immer weniger Auszubildende behaupten? Eine Möglichkeit sieht Uta Janke, Leiterin des traditionsreichen Beruflichen Schulzentrums für Gastgewerbe Dresden „Ernst Lößnitzer“, unter anderem darin, potenzielle Bewerber so früh wie möglich mit den verschiedenen Berufen in Berührung zu bringen. Dazu kooperiert die Bildungseinrichtung bereits mit gestandenen Persönlichkeiten der Branche, wie zum Beispiel Dirk Schröer, Sternekoch und Küchenchef des Dresdner Gourmetrestaurants Caroussel. Bei Informationsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche versucht Schröer, einen möglichst realistischen Einblick in das Berufsbild Koch zu geben. Die Teilnehmer des Podiums forderten überdies, das Image der Branche durch gezielte Maßnahmen aktiv zu gestalten. Die Vorzüge einer Ausbildung im Gastgewerbe, wie globale Mobilität, Zukunftssicherheit und die Stärkung sozialer, kommunikativer und lebenspraktischer Kompetenzen sollten in Zukunft besser hervorgehoben werden. Karin Zimmermann, Leiterin der SRH Hotel-Akademie Dresden, wünscht sich gar eine intensive und langfristige Imagekampagne zu diesem Zweck. Auf welcher Ebene eine solche Kampagne angesiedelt sein könne, blieb offen. Brähmig sagte jedoch zu, die aktuellen Probleme im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages zu thematisieren. ■ (TPR)

Über das Relais & Châteaux Hotel Bülow Palais & Residenz:
Das Relais & Châteaux Hotel Bülow Palais & Residenz zählt zu den feinsten Adressen in Deutschland. Mit dem vielfach ausgezeichneten Restaurant CAROUSSEL unter Leitung des Sternekochs Dirk Schröer beherbergt es zudem eines der renommiertesten Gourmetrestaurants im Freistaat Sachsen. Die beiden Häuser des Hotels – „Bülow Palais“ und „Bülow Residenz“ – befinden sich im Barockviertel, einem der ältesten und eindrucksvollsten Dresdner Stadtteile. Die Residenz ist ein restauriertes Baudenkmal aus dem frühen 18. Jahrhundert. Das Palais ist Dresdens einziges privat geführtes Fünf-Sterne-Hotel und wurde 2010 fertiggestellt. Die luxuriösen Intérieurs beider Häuser spiegeln den alten und neuen Glanz der Weltkulturstadt an der Elbe. Edle Stoffe und Oberflächen, tiefes Blau, Rot, Gold und Silber bilden den eleganten Rahmen für eine raffinierte Symbiose aus wertvollen Antiquitäten und ausgesuchter Gegenwartskunst.

Herausgeber:
Hotel Bülow Palais & Residenz
Königstraße 14
01097 Dresden Telefon: +49 351 800 30
Telefax: +49 351 800 3100
Internet: www.buelow-hotels.de
E-Mail: reservierung@buelow-hotels.de

Pressekontakt:
Sebastian Thiel
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 351 3148890
E-Mail: presse@buelow-hotels.de

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